gut geplanter Grillabend mit perfekten Steaks

einen Grillabend planenBei der Lektüre einer älteren Süddeutschen Zeitung (ich kann ja nichts wegwerfen ;-)) bin ich auf einen Grillartikel gestoßen, der doch einige brauchbare Tipps und Neuigkeiten enthielt.

Allerdings sind diese Tipps nur teilweise anwendbar, wenn man einen in Deutschland nicht unüblichen Säulengrill besitzt, denn es geht um die verschiedenen Hitzen (wenn man das so sagen kann). Jamie Purviance beschreibt, welches Fleisch, welche Hitze benötigt. Steaks brauchen die größte Hitze, zumindest zum Anbraten. Nachdem es eine Kruste bekommen hat, sollte es mit geringerer Hitze fertig gegrillt werden.

grillsaule
kleiner Säulengrill

Der Tipp, dass man den Deckel auf dem Grill geschlossen halten soll, dass die Dinge schneller fertig werden, verstehe ich dann aber nicht unbedingt. Langsam bei geringer Hitze ist ja auch gut und Grillen sollte ja sowieso gemütlich sein.

Der ganze Artikel ist erschienen in der SZ vom 7. Juni, Panorama, Seite 9.

Was man für alle Grills gut beherzigen kann ist, dass man das Fleisch aus dem Kühlschrank holen soll, ölen und würzen (auch salzen!) soll und dann eine halbe Stunde liegen lassen soll, bevor es gegrillt wird. Den Rost sollte man übrigens nicht ölen – das Grillgut genügt.

Wer mal das Marinieren probieren will, der sei auf diesen Blogeintrag hingewiesen: www.grill-blog.de

Auf www.grillmacher.de gibt es einen Eintrag, welches Zubehör unbedingt zu empfehlen ist. Nach meiner Meinung, ist ein Anzünd-Kamin wirklich nur was für Leute, die es eilig haben. Den „Wender“ hab‘ ich früher nie zu schätzen gewußt, er ist aber in den meisten Situationen tatsächlich viel praktischer als eine Gabel oder eine Zange! Auch eine Schürze finde ich sehr empfehlenswert – sowohl zum Grillen, als auch zum Backen 😉
Den Tipp mit der Alufolie zum Säubern muss ich mal ausprobieren! Im SZ-Artikel war auch die Rede davon, den Grillrost vor dem Grillen stark zu erhitzen und dann mit einer Drahtbürste zu reinigen.

Jetzt steht also nichts mehr im Weg! Plane einen Grillabend – fülle die Liste aus, wer was mitbringt und triff Dich mit Deinen Nachbarn und Freunden zum entspannten Grillen!

Wieso die Grillabteilungen in den Baumärkten explodieren

Wie ist es eigentlich zu dieser Grillmanie gekommen, die es heutzutage gibt?

Ich grille ja auch gerne – obwohl: fast noch lieber lasse ich mich zum Grillen einladen – aber nur wenn die Gastgeber ihr Handwerk verstehen und nicht zu unorganisiert sind. Ich finde nichts schlimmer als wenn man gerade sein warmes Steak bekommen hat und dann erst auffällt, dass der Salat ja noch nicht angemacht ist. Bis das dann erledigt ist, ist das Fleisch schon fast kalt.gruppen planen treffen

Aber in der Regel habe ich viel Glück mit meinen Gastgebern – nicht umsonst sind es meine Freunde. Von zartem geräucherten Fleisch, Spezialitäten aus Osteuropa, gegrilltem Käse (sehr lecker gewürzter Provolone – aber man schläft danach nicht so gut, weil sich der Käse im Magen wieder zu einem Knäuel verbindet – es lohnt sich jedoch, das Risiko einzugehen :-)) und sogar Pizza aus dem Grill wurde mir schon alles dargeboten – und alles perfekt zubereitet 🙂

Aber für diese Möglichkeiten haben sich die Grillabteilungen in den Baumärkten von der Quadratmeteranzahl her mindestens vervierfacht! Und gleichzeitig geht das einher mit Werbung für grillbare Maultaschen (naja) und Würstchen aus der Plastikverpackung… da lob ich mir doch meinen Metzger!

So, nun aber genug der Aufregung: Das Wetter passt ja jetzt! Freunde einladen und eine Wer-bringt-was-mit-Liste anlegen, dann steht dem Grillabend mit Freunden nichts mehr im Wege! Hmmm… Sonnenuntergang im Garten, der Grill knackst, die Grillen zirpen und Ihr grillt! Und was ist mit den Kindern?